AAktive ArbeitsspracheEine Fremdsprache, die vom Übersetzer zusätzlich zu seiner Muttersprache so gut erlernt und beherrscht wird, dass Muttersprachler in seinen Äußerungen keine oder nur minimale Fehler erkennen. So ist eine hohe fremdsprachliche Kompetenz gegeben, die eine optimale Übersetzung aus der Fremdsprache in die Muttersprache gewährleistet.BBeglaubigungBenötigt man eine Übersetzung zur Einreichung bei einer Behörde so muss diese meist beglaubigt sein. Das heißt die Übersetzung kann nur von einem gerichtlich ermächtigten und vereidigten Übersetzer durchgeführt werden, der diese mit seinem Rundstempel versieht.
BegleitdolmetschenGesprächsdolmetschen bei einer unverbindlichen, zwanglosen Unterhaltung, einer Kulturveranstaltung, einer Messe, einer Werksbesichtigung, bei Sportveranstaltungen, Exkursionen, der Betreuung von Feriengästen oder Touristen, Begrüßungen oder Verabschiedungen.CComputergestützte ÜbersetzungDer Fachbegriff hierfür lautet computer-aided-translation (CAT), zu deutsch Übersetzen mit Hilfe eines Computers. Die computergestützte Übersetzung unterscheidet sich von der maschinellen Übersetzung insofern, als bei der maschinellen Übersetzung diese vom Computer selbstständig durchgeführt wird, während bei der computergestützten Übersetzung der Mensch übersetzt, sich jedoch der Hilfe eines Computers bedient.
DDolmetschenMündliches Übersetzen eines Textes von einer Sprache in eine andere.
Dolmetscheranlagen/KonferenztechnikTechnisches Equipment, das zum Dolmetschen bei internationalen Tagungen, Konferenzen, Präsentationen, Reden usw. benötigt wird. Dazu gehören unter anderem Mobile Infrarot-Simultan-Dolmetscheranlagen (für internationale Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern, wie z. B. Konferenzen, Seminare oder Podiumsdiskussionen) und Personen-Führungsanlagen (die bei Werksbesichtigungen oder Messen, wenn sich eine Gruppe von Zuhörern frei bewegen soll, eingesetzt werden).
DTPSteht für Desktop Publishing, das computergestützte Setzen von hochwertigen Dokumenten, die Text und Bilder beinhalten können. Ziel ist die Veröffentlichung von Katalogen, Magazinen oder Büchern. Benötigt wird hierfür unter anderem spezielle Software für die Erstellung des Layouts.
EExtraktionstoolsExtraktionstools werden bei der Terminologie-Extraktion eingesetzt. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, eine Liste von Terminologie-Kandidaten zu generieren, die dann von einem Übersetzer oder einer Fachperson selektiert und abgestimmt werden.
ExpressübersetzungenÜbersetzungen, die innerhalb eines besonders engen zeitlichen Rahmens in Auftrag gegeben, angefertigt und geliefert werden müssen.FFachübersetzungenDas detailgenaue Übersetzen unter höchsten sprachlichen Anforderungen innerhalb bestimmter Fachbereiche (z. B. Wirtschaft, Wissenschaft, Technik). Dies geschieht unter der Verwendung feststehender, sich ständig weiterentwickelnder fachspezifischer Terminologie.
FlüsterdolmetschenSimultan-, Konferenz- oder Verhandlungsdolmetschen für eine Einzelperson, das mit leiser Stimme erfolgt um den allgemeinen Ablauf nicht zu beeinträchtigen.
Fremdsprachliche Vertonung Die fremdsprachliche Überarbeitung audiovisueller Medien. Beispielsweise die Vertonung von Industrie- oder Werbefilmen, Videos, CDs und Tonbändern in einer anderen Sprache. Wichtig hierbei ist, dass Muttersprachler eingesetzt werden, damit das Endprodukt so erscheint, als wäre es ursprünglich in der Zielsprache produziert worden.
Fremdsprachliche UntertitelungDie Untertitelung von Filmmaterial in einer anderen Sprache als der Originalsprache, z. B. von Werbespots, Schulungsvideos, PowerPoint-Präsentationen. Hier muss sich der kulturelle Aspekt in der Wortwahl ausdrücken, und das Gesprochene im Text so wiedergegeben werden, dass der Inhalt vollständig verstanden wird.
Fremdsprachliche SynchronisationDie nachträgliche Vertonung der Originalsprache von Filmmaterial in einer anderen Sprache.
Fremdsprachliche SynchronsprecherSynchronsprecher sind oft Linguisten, Dolmetscher, Sprecher oder Schauspieler, die die Sprache, in die das Material übertragen werden soll, so gut wie ihre Muttersprache beherrschen.FirmenunterrichtIm Zuge der globalen Wirtschaft und der neuen Märkte wird von internationalen Unternehmen und ihren Mitarbeitern ein sprachlich sicherer Umgang mit ausländischen Kunden verlangt. Beim Firmenunterricht bekommen die Teilnehmer ein auf ihr Unternehmen zugeschnittenes praxisorientiertes Trainingsprogramm.
IInterkulturelle KommunikationDer Übersetzer bzw. Dolmetscher tritt nicht nur als Vermittler zwischen zwei Sprachen, sondern auch als Vermittler zwischen zwei Kulturen auf. Daher sind fundierte Kenntnisse des Kulturraumes seiner Arbeitssprachen für ihn grundlegend.
Illustration und GrafikDamit die Zusammenhänge greifbar werden, sollten komplexe technische Sachverhalte in der technischen Dokumentation bildlich dargestellt werden. Die Verknüpfung zwischen verbalen und visuellen Elementen kann einen Bedienvorgang schnell und effektiv vermitteln.
InternationalisierungDie Internationalisierung stellt eine der Voraussetzungen für den Prozess der Lokalisierung dar. Die zu übertragenden Informationen müssen an den Zielmarkt angepasst werden.KKompetenz des ÜbersetzersDie Gesamtheit an Fähigkeiten und Kenntnisse eines professionellen Übersetzers. Dazu gehören neben der fremd- und muttersprachlichen Kompetenz auch kulturelle, fachspezifische, kommunikative und übersetzungstheoretische Kenntnisse, welche die Voraussetzungen für erfolgreiche Übersetzungen bilden.
Konferenzdolmetschen Simultanes oder konsekutives Dolmetschen auf Konferenzen oder in konferenzähnlichen Situationen. Kann im Team oder als Einzeldolmetscher erfolgen, sowohl mit als auch ohne Dolmetschanlage.
Konsekutivdolmetschen Dolmetschen vorwiegend bei Gesprächen oder Verhandlungen besonders auf höherer Ebene und bei Gericht. Aufeinanderfolgendes Dolmetschen längerer oder kürzerer Textabschnitte.
KorrekturlesenDer Zieltext (die Übersetzung) wird hier meist in elektronischer Form auf seine Korrektheit hin überprüft und mit dem Ausgangstext verglichen. Hauptaugenmerk wird hier auf den formalen Aspekte gelegt. Das Endergebnis wird auf Fehler in der Formalität, Stimmigkeit, Idiomatizität, Vollständigkeit, Formatierung usw. überprüft. Dies kann in mehreren Durchläufen erfolgen.LLektoratBeim Lektorat werden die korrekte Wiedergabe des Inhaltes des Ausgangstextes und die Vollständigkeit der Übersetzung überprüft.
LokalisierungstoolsHilfsmittel bei der Software-Lokalisierung (z. B. Catalyst, Passolo, Visual Localize).
MMutterspracheDie Sprache, die vorzugsweise in der Kindheit oder frühen Jungend erworben und durch weitere Bildung soweit ausgebaut wird, dass sie vollkommen beherrscht wird. Zum Beherrschen einer Sprache auf muttersprachlichem Niveau gehört auch vollständige Kenntnis der aktuellen und vergangenen gesellschaftlichen Entwicklungen des betreffenden Landes. Übersetzer sollten generell nur in Ihre Muttersprache übersetzen, wenn höhere sprachliche Ansprüche gestellt werden.
MuttersprachenprinzipMuttersprachliche Übersetzer können in den von ihnen beherrschten Fachgebieten auch kleine Details des Ausgangstextes mit dem nötigen Sprachgefühl idiomatisch wiedergeben. Ein optimales Übersetzungsergebnis wird erzielt, wenn der Übersetzer in seine Muttersprache übersetzt.
Maschinelle ÜbersetzenDie Übersetzung von Texten durch ein Computerprogramm. Die Ergebnisse eines vollautomatisierten Übersetzungsprozesses sind noch unvollkommen. Ohne das Eingreifen eines Menschen ist es nicht möglich ein optimales Übersetzungsergebnis zu erzielen.
PPatentübersetzungenDie Übersetzung von Patenten und patentnahen Texten, wie z. B. Texte zur Patent-Anmeldung an internationalen Patentämtern und Patentüberwachung. Derartige Übersetzungen werden unter anderem von Patentanwaltskanzleien, Patentabteilungen von Großbetrieben, in Forschung und Entwicklung und von Erfindern in Auftrag gegeben.ProjektmanagementVerwaltung, Koordination und Projektplanung von Übersetzungsaufträgen, die aufgrund ihres Umfanges, ihrer Kompexität, der Sprachkombination, des Schwierigkeitsgrades des Textes, besonderer Liefertermine oder Fristen oder des Wunsches nach Übersetzung eines Textes in mehrere Sprachen gleichzeitig, besonderer Planung bedürfen und spezielle Arbeitsabläufe erfordern.RRelaisdolmetschenBeim Relaisdolmetschen wird über eine zweite Sprache gedolmetscht. So dient ein bereits gedolmetschter Text als Vorlage für die weitere Verdolmetschung. Relaisdolmetschen wird dann eingesetzt, wenn für eine Sprachkombination keine Dolmetscher zur Verfügung stehen.SSimultandolmetschenBeim Simultandolmetschen überträgt der Dolmetscher gleichzeitig und fortlaufend in die Zielsprache, entweder über eine Simultan-Dolmetscheranlage oder unmittelbar im Flüsterton. Um eine gute Verständigung während der kostbaren Dolmetschzeit zu gewährleisten, ist eine sorgfältige Vorbereitung der Simultandolmetscher notwendig. Beim Konferenzdolmetschen kann sowohl simultan als auch konsekutiv gedolmetscht werden.SpracherkennungEin gesprochener Text wird bei der Spracherkennung mit Hilfe eines Computerprogramms in einen geschriebenen Text umgewandelt. Diese Programme werden mittlerweile auch von Übersetzern verwendet. Jüngst gibt es sogar Systeme, die statt einer unterbrochenen Sprechweise (mit Pausen zwischen den einzelnen Wörtern) auch eine kontinuierliche Sprechweise erkennen.
SprachmittlungOberbegriff für das Übersetzen und Dolmetschen.
SprachentrainingSprachentraining kann in unterschiedlichen Formen stattfinden. Diese reichen von Einzeltraining, Gruppentraining, Intensivtraining, Seminaren, Weekend-Workshops über Bildungsurlaub und Crash-Kurse im Ausland. Ziel ist der Erwerb fremdsprachlicher Kenntnisse.
SprachreisenBei einer Sprachreise wird das Erlernen einer Sprache mit der Vermittlung der Kultur und der Mentalität eines Landes kombiniert. Da die Sprache neben dem Sprachunterricht direkt angewendet werden kann, können schnelle Erfolge erzielt werden.
Software-LokalisierungDie Abstimmung und sprachspezifische Anpassung von Benutzeroberflächen mit ihren Menüs, Dialogfeldern und Schaltflächen, Onlinehilfen und der gedruckten Dokumentation, an die Gegebenheiten eines bestimmten Ziellandes.
TTechnischer Autor/RedakteurFachliches Wissen wird von technischen Redakteuren nach Textsorten und für spezielle Empfänger so aufbereitet, dass die technische Dokumentation optimal verständlich wird und gegebenenfalls als Vorlage für Übersetzungen in andere Sprachen dienen kann. Hierzu werden verschiedene technische Hilfsmittel herangezogen wie z.B. Terminologie- und Textbausteindatenbanken. Bei der Lokalisierung kann es zu Überschneidungen zwischen den Tätigkeiten des Übersetzers und denen des technischen Redakteurs kommen.Technische Dokumentation Dokumente, die technische Erzeugnisse beschreiben, wie zum Beispiel Betriebsanweisungen, Bedienungsanleitungen oder Sicherheitshinweise.
Technische RedaktionTechnische Redakteure setzen die fachlichen Informationen in den Betriebs- und Bedienungsanleitungen um und gliedern sie. Es ist wichtig, dass diese Texte gut formuliert und verständlich sind.
TelefondolmetschenBeim Telefondolmetschen wird ein Dolmetscher in die Leitung zweier Gesprächspartner geschaltet. Hier werden besondere Anforderungen an den Dolmetscher gestellt, die durch verschiedene Gegebenheiten (z.B. Störungen in der Leitung, fehlende Möglichkeit, sich auf die Gesprächspartner und den Inhalt des Gespräches einzustellen) ein hohes Maß an spontanen Reaktionen des Dolmetschers erfordern können. Globalisierung und Migration erhöhen den Bedarf an derartigen Sprachendiensten.Translation Memory SystemeBei Translation Memory Systemen (z.B.: Déjà Vu, Across, Trados, Transit) handelt es sich um Software mit deren Hilfe Segmente des Ausgangstextes mit den zugehörigen Segmenten des Zieltextes in einer Datenbank gespeichert werden können. So können sie bei wiederholtem Vorkommen in gleicher oder ähnlicher Form abgerufen werden. Damit erspart der Übersetzer sich überflüssige Sucharbeit von bereits gefundenen Begriffen, und es können einheitlichere Übersetzungen produziert werden.TerminologiemanagementDas Terminologiemanagement beinhaltet die Erfassung, Bearbeitung, Speicherung und Nutzung terminologischer Einheiten. Die Qualität einer Übersetzung beruht unter anderem auf der, mitunter unternehmensbezogenen, Einheitlichkeit der Terminologie. Es sind mittlerweile verschiedene Computerprogramme zur Verwaltung von Terminologie auf dem Markt, die zum Teil zusammen mit Translation Memory Systemen angeboten werden. Durch Terminologiemanagement können die Kosten für eine Übersetzung gesenkt werden, ohne dass die Qualität darunter leidet.Terminologie-ExtraktionenAufwendiges Verfahren zur Fixierung der firmeninternen Terminologie, das die Möglichkeit bietet, eine interne Sprachkonsistenz festzulegen. Dies wird in der Regel von einem Übersetzer oder muttersprachlichen Lektor durchgeführt.TerminologiedatenbankenDatenbanken, Äquivalenztabellen und Terminologielisten, die dabei helfen, den Sprachgebrauch eines Unternehmens zu vereinheitlichen. Zum Beispiel in Form eines firmenspezifischen Glossars oder Wörterbuchs. Auch Übersetzern wird mit Terminologiedatenbanken ihre Arbeit erleichtert. So können die Dauer der Anfertigung einer Übersetzung verkürzt und die Kosten gesenkt werden.UÜbersetzen Unter Übersetzung versteht man die schriftliche Übertragung eines fixierten Textes aus einer Sprache in eine andere.ÜbersetzungstoolsSammelbegriff für Programme, die dem Übersetzer bei seiner Arbeit behilflich sein können. Hierzu zählen Lokalisierungswerkzeuge, Terminologieverwaltungssysteme, maschinelle Übersetzungsprogramme, Translation Memory Systeme, elektronische Wörterbücher und Glossare, Analyseprogramme, Projektmanagementsoftware, Zählprogramme u.v.m..
UrkundenübersetzungUnter der Übersetzung von Urkunden versteht man die Übersetzung von Papieren, die vor allem im Rechtsverkehr von Bedeutung sind (wie z.B. notarielle Urkunden, Gerichtsurkunden, privatschriftliche Urkunden). Urkunden werden von vereidigten Übersetzern übersetzt. Diese bestätigen die Vollständigkeit und Richtigkeit der Übersetzung mit ihrem Rundstempel. Eine Legalisierung kann, falls nötig, durch einen Notar erfolgen.VVereidigte Übersetzer
Übersetzer oder Dolmetscher, die zum Übersetzen und Beglaubigen von Urkunden bzw. zum Dolmetschen vor Behörden und Gerichten zugelassen sind. Sie haben einen allgemeinen Eid geleistet, der sie dazu ermächtigt. Die Bedingungen der Vereidigung bzw. Ermächtigung sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, Voraussetzung ist jedoch ein Berufsabschluss als Übersetzer bzw. Dolmetscher oder eine besondere Eignungsprüfung.
VerhandlungsdolmetschenHierbei handelt es sich um das Dolmetschen bei Lehrveranstaltungen, Lesungen und Einzelvorträgen. Dies kann mit oder ohne Dolmetscheranlage erfolgen.WWebseitenlokalisierungÜbersetzung und Lokalisierung von Webseiten, beispielsweise einer mehrsprachigen Firmenwebsite. Dazu gehört unter anderem die Anpassung verschiedener Dateien und Formate.ZZählprogrammProgramme zum Zählen der Zeichen, Wörter, Zeilen oder Seiten von Ausgangs- und Zieltexten. Diese Programme wurden speziell für Übersetzer entwickelt und sind zum Teil mit einem Modul zum Erstellen von Rechnungen verbunden. Für die Bedürfnisse eines professionellen Übersetzers ist das in MS Word integrierte Zählprogramm nicht ausreichend.
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